Libanon – Israel bombardiert Rettungswagen, Kliniken und Brücken

von Karin Leukefeld*

(17. April 2026) (CH-S) Seit der Veröffentlichung des nachfolgenden Berichts von Karin Leukefeld hat die Intensität der militärischen Übergriffe der israelischen Armee auf die libanesische Bevölkerung von Tag zu Tag noch zugenommen. Allein in der libanesischen Hauptstadt Beirut wurden in der zweiten April-Woche durch massive israelische Bombardierungen Hunderte Zivilisten, namentlich Kinder, Frauen und Betagte zu Opfern.

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Karin Leukefeld
(Bild zvg)

Der Sprecher der israelischen Armee veröffentlichte am letzten März-Wochenende die «dringende und ernste Warnung» an Rettungsfahrzeuge und medizinische Einrichtungen, die militärisch von der «Terrororganisation» Hisbollah genutzt würden. Sollte das nicht aufhören, werde Israel «in Übereinstimmung mit dem internationalen Recht» dagegen vorgehen. IDF-Sprecher Oberst Avichay Adraee ist im Libanon gut bekannt. Seine «Warnungen» bringt er in Arabisch vor, sie bedeuten Vertreibung, Zerstörung und Tod.

Am 28. März 2026

Die Ankündigung Israels, Rettungssanitäter und Kliniken anzugreifen, wirkte wie die Antwort auf eine Pressekonferenz des libanesischen Gesundheitsministers Rakan Nassreddine am Samstag, 28. März. 46 Rettungssanitäter und fünf Mitarbeiter in Kliniken seien seit dem 2. März von Israel getötet worden, teilte der Minister den Journalisten in Beirut mit. Neun der getöteten Rettungssanitäter seien am Tag der Pressekonferenz im Südlibanon bei verschiedenen israelischen Angriffen getötet worden. Vier der Opfer arbeiteten demnach für das Islamische Gesundheitskomitee der Hisbollah, fünf gehörten zu den Risala Scouts der Amal-Bewegung, die als Freiwillige im Einsatz waren. In den meisten Fällen – übrigens auch im Iran – nutzt die israelische Armee die so genannten «Double Taps» – Doppelschläge. Danach wird der erste Angriff auf ein Ziel gelenkt. Der zweite Angriff folgt, wenn Rettungssanitäter oder andere Personen, die Zeuge des ersten Angriffs wurden, zu Hilfe eilen. Häufig folgt bald darauf noch ein dritter Angriff.

Am gleichen Tag

Am gleichen Tag hatte die israelische Luftwaffe drei libanesische Journalisten getötet, die im Gebiet von Jezzine im südlichen Libanon unterwegs waren. Für sie gab es keine Warnung. Vier Raketen zerstörten ihr Fahrzeug, ein Rettungssanitäter, der helfen wollte, wurde auch getötet. Zwei der Journalisten – Fatima Ftouni und ihr Bruder Mohamad Ftouni, ein freiberuflicher Fotojournalist – hatten für den Nachrichtensender Al Mayadeen gearbeitet. Der dritte Journalist – Ali Shoeib – war ein erfahrener Kriegskorrespondent für den Nachrichtensender Al Manar, der der Hisbollah nahesteht. Shoeibs Markenzeichen war eine weisse Baseballkappe, mit der er überall leicht zu erkennen war.

Der Angriff wurde international verurteilt. Die drei UN-Sonderberichterstatter Irene Khan (Recht auf Meinungs- und Ausdrucksfreiheit), Morris Tidball-Binz (aussergerichtliche, kollektive oder willkürliche Hinrichtung) and Ben Saul (Schutz der Menschenrechte, und der fundamentalen Freiheit im Kampf gegen Terror) teilten in einer gemeinsamen Erklärung mit, «die absichtliche Tötung von Journalisten, die nicht Teil von militärischen Auseinandersetzungen sind, ist eine schwere Verletzung des internationalen humanitären Rechts (…) und ein Kriegsverbrechen.» Journalisten, die beruflich von Kriegsschauplätzen berichteten, seien Zivilisten «und dürfen nicht angegriffen oder zum Ziel eines Angriffs gemacht werden1

Drei UNIFIL-Soldaten aus Indonesien getötet

Einen Tag später, am 29. März, wurde ein indonesischer Soldat der UNIFIL-Friedenstruppe im Südlibanon getötet, als ein Geschoss in die UNIFIL-Basis in Et Taibe einschlug und explodierte. Ein zweiter indonesischer UNIFIL-Soldat wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus nach Beirut evakuiert.2 Am folgenden Tag, es war der 30. März, wurden zwei weitere UNIFIL-Blauhelme aus Indonesien ebenfalls im Südlibanon getötet und zwei weitere UNIFIL-Soldaten wurden verletzt. Sie waren mit einem Logistikkonvoi unweit von Bani Hayyan zu ihrer Basis unterwegs, als eine Explosion – offiziell unklarer Herkunft – ihr Fahrzeug zerstörte.

Frankreich beantragte eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates, die am (31. März) in New York einberufen wurde.3 Der französische Aussenminister Jean-Noel Barrot machte Israel für die Angriffe auf die UNIFIL-Soldaten verantwortlich. «Diese Drohungen gegen die Sicherheit und Einschüchterungsversuche durch israelische Soldaten gegen das UN-Personal sind inakzeptabel», so Barrot. Es gebe dafür «keine Rechtfertigung». Frankreich sprach den Hinterbliebenen der drei UNIFIL-Soldaten sein Beileid aus und versicherte Indonesien seiner Solidarität. Die Umstände, die zu diesen Tragödien geführt hätten, müssten vollständig aufgeklärt werden, forderte der französische Aussenminister.

Barrot verurteilte auch Angriffe auf französische UNIFIL-Soldaten in Naqoura. «Die Angriffe israelischer Soldaten auf UN-Personal sind inakzeptabel und nicht zu rechtfertigen, zumal die Verfahren zur Konfliktvermeidung eingehalten wurden», so Barrot. Die Verurteilung sei «dem israelischen Botschafter in Paris mit aller Deutlichkeit übermittelt» worden. Alle Parteien hätten die UN-Sicherheitsratsresolution 1701 einzuhalten und die Sicherheit des UN-Personals zu gewährleisten. UNIFIL müsse sein Mandat erfüllen können und das bedeute auch «vollständige Bewegungsfreiheit».

Die UN-Friedensmission für den Libanon, UNIFIL, wurde 1978 durch den UN-Sicherheitsrat eingesetzt. Die UNSR-Resolution 1701 beendete den Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah im Jahr 2006.4

Israel versucht seit Jahren die Mission zu beenden und hat wiederholt während kriegerischer Auseinandersetzungen UNIFIL-Basen bombardiert. Ende März 2026 betrug die Truppenstärke von UNIFIL 7505 Soldaten aus 47 Staaten.5

Auf Druck von Israel und den USA hat der UN-Sicherheitsrat im August 2025 das Ende der UNIFIL-Mission zum Ende des Jahres 2026 beschlossen.6

Jeder fünfte Libanese ist bis jetzt von Israel getötet oder aus dem Süden
vertrieben worden. Israel beansprucht den Süden Libanons jetzt bis zum
Zahrani-Fluss für sich, 1500 km2 oder etwa 14 Prozent des Libanons –
und die ganze Welt schaut zu.

In den folgenden Tagen

In den folgenden Tagen bombardierten israelische Kampfjets weiter zivile Infrastruktur. Kliniken und Gesundheitszentren, Krankenwagen, Rettungssanitäter. Im Süden des Landes wurden mindestens sechs Brücken zerbombt, am Osterwochenende kündigte die israelische Armee an, zwei weitere Brücken in der westlichen Bekaa-Ebene zu zerstören.7 Ein israelischer Armeesprecher erklärte, die Sohmor und die Mashghara Brücken, die über den Litani-Fluss führen, sollten zerstört werden.

Beide Brücken sind wichtig für den Transport von Lebensmitteln, für Kranke und Verletzte und für die Bevölkerung allgemein, die über die beiden Brücken vom Südlibanon in die westliche Bekaa-Ebene und umgekehrt gelangen kann. Sollten die Brücken zerstört werden, wäre es für die Bevölkerung sehr schwierig, vom Süden nach Chtoura zu gelangen, eine zentrale Stadt mit Kliniken und öffentlichen Einrichtungen in der westlichen Beeka-Ebene. Chtoura ist das Drehkreuz zwischen der libanesisch-syrischen Grenze, der Hauptstrasse nach Beirut und in den Norden des Landes nach Baalbek und Hermel.

Bisher hat Israel sechs Brücken über den Litani-Fluss im Süden des Landes zerstört. Beobachter gehen davon aus, dass Israel den Südlibanon vom Rest des Landes abtrennen und isolieren will, um so einfacher mit der geplanten Bodenoffensive und Besatzung des Südlibanons voranzukommen.

Eine Woche später

Am Ostersonntag meldet das libanesische Gesundheitsministerium bereits 53 getötete Rettungssanitäter, 87 zerstörte Rettungswagen und medizinische Zentren. Fünf Kliniken wurden wegen wiederholter israelischer Angriffe gezwungen, ihre Arbeit einzustellen, Patienten mussten evakuiert werden.

Nach Ansicht von Ärzten plant Israel mit den gezielten Angriffen auf die medizinische Infrastruktur des Landes, den Süden für die Bevölkerung unbewohnbar zu machen. Ohne medizinische Versorgung können Menschen nicht in ihren Orten bleiben und medizinisches Personal in Kliniken sind – wenn sie nicht getötet werden – von der Vertreibung ebenso betroffen wie alle anderen. Mehr als 1,2 Millionen durch israelische Angriffe vertriebene Menschen bedeuten für andere Kliniken und Gesundheitszentren in Beirut und im Norden des Landes eine zusätzliche Belastung, sagt ein Arzt, der anonym bleiben möchte, Journalisten des Nachrichtensenders Al Jazeera.8 Chronisch oder schwer kranke Patienten benötigen tägliche Behandlungen wegen Diabetes, postoperativer Versorgung oder Chemotherapie.

Das libanesische Gesundheitsministerium meldet am Ostermontag den Tod von 36 Personen innerhalb der vergangenen 24 Stunden, 209 Personen wurden im gleichen Zeitraum durch israelische Luftangriffe verletzt. Unter den Toten war eine siebenköpfige Familie. Die Gesamtzahl der Toten seit dem 2. März beträgt demnach 1497, darunter 101 Frauen und 130 Kinder. Die Zahl der Verletzten wird mit 4639 angegeben. Die Zahl der getöteten Rettungssanitäter stieg demnach auf mindestens 57 und 145 medizinisches Personal wurde verletzt.

Der jüngste Krieg gegen Libanon begann am 2. März 2026. Am 28. Februar hatte Israel mit den USA den Iran angegriffen und als erstes den Revolutionsführer im Iran, Ali Khamenei getötet. Die Hisbollah feuerte zur Vergeltung Raketen auf militärische Einrichtungen im Norden Israels, die israelische Luftwaffe, Bodentruppen und Kriegsschiffe feuerten zurück.

Der Vorkrieg

Israel bombardiert den Libanon seit dem 8. Oktober 2023. Damals hatte die Hisbollah zur Unterstützung der Palästinenser im Gaza-Streifen und der Hamas mit Angriffen auf das israelische Militär im Norden Israel begonnen. Ziel war, einen Waffenstillstand zu erzwingen. Nachdem im UN-Sicherheitsrat mehrmals eine Waffenruhe im Gaza-Streifen erreicht worden war, stellte auch die Hisbollah ihre Angriffe ein.

Im September 2024 wurden bei einer israelischen Attacke mit Funksprechgeräten mehr als 4000 Personen verletzt und 42 wurden getötet. Kurz darauf wurde mit einem massiven Bombenangriff auf Haret Hreik, einen Ortsteil in Südbeirut, der Generalsekretär der Hisbollah, Hassan Nasrallah mit Gefährten getötet. Der dann folgende offene Krieg zwischen Libanon und der Hisbollah endete mit einer Waffenruhe am 24. November 2024.

Vom ersten Tag an hat Israel die Waffenruhe nicht eingehalten. UNIFIL registrierte mehr als 10 000 Angriffe Israels seit dem 24. November, die Hisbollah feuerte lediglich ein Mal und überliess mehr als 300 Waffenlager den libanesischen Streitkräften und den UNIFIL-Soldaten. Wie es in der UN-Sicherheitsratsresolution 1701 vorgesehen ist.

Israel bombardierte und zerstörte Strassen, Dörfer, Felder, Obstplantagen und errichtete fünf Militärbasen, die es mit Pufferzonen umgab.

Ein von Israels IDF zerstörtes Haus in Kfar Kila im Süden Libanons. Auf
dem Poster steht: «Amerika, die Mutter aller Kriege».

Wenn unser Land angegriffen wird

Sämtliche Angriffe im Libanon begründet Israel damit, dass der Norden Israels von der «Terror-Organisation Hisbollah» bedroht werde wie auch von deren Stellungen, Waffenlager, Kommandozentralen und Abschussrampen (im Libanon). Allerdings handelt es sich bei der Hisbollah nicht um eine Terrororganisation, sondern um einen politischen Gegner des zionistischen Siedler- und Expansionsprojekts.

Marie Nassif Debs, langjähriges Mitglied im Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Libanons und seit Jahren aktiv in der Frauenrechtsorganisation Wardah Boutros erklärte kürzlich in einem offenen Schreiben an den ehemaligen französischen Aussen- und Premierminister Dominique de Villepin, der Libanon verteidige sich gegen Israel.

Das sei die Meinung der Mehrheit der Libanesen, egal, ob sie für oder gegen die Hisbollah seien. «Wenn unser Land angegriffen wird und die Angreifer es wagen, öffentlich zu sagen, sie wollten unsere Heimat besetzen, dann gibt es nur einen Weg sie davon abzuhalten», so Debs. Frankreich und viele andere Nationen hätten genau das während des Zweiten Weltkrieges getan. «Es ist also unser Recht und darüber hinaus ist es unsere Pflicht, das zu tun.»

Wenn Medien über «Terrorismus» sprechen würden, meinten sie die falschen Leute, so Marie Debs und erinnerte daran, dass zionistische Milizen schon vor der Staatsgründung Israels versucht hätten, sich das Land in der Region anzueignen. 1947 wurden die Palästinenser mit der Nakba vertrieben, im Oktober/November 1948 wurden in dem Dorf Hula südlich des Litani-Flusses bis zu 89 Jungen und Männer ermordet. 250 Häuser in dem Dorf wurden zerstört. Israel besetzte sieben libanesische Dörfer südlich der heutigen «Blauen Linie» und vertrieb deren Bewohner.

Israel habe Libanon 1949, 1968, 1978 und 1982 angegriffen und besetzt – damals habe es die Hisbollah nicht gegeben.

Unzählige Male sei Israel in den Libanon eingefallen und sie frage sich, ob die internationalen Medienvertreter wohl wüssten, was die israelischen Kinder in den Schulen über Libanon lernten? Sie lernten, «dass Libanon ein schönes Land mit herrlichen Wäldern» sei und dass sie es «bald übernehmen würden», so Debs. Sie frage sich auch, ob internationale Medienvertreter eigentlich zuhörten, wenn Netanyahu, Ben Gvir und andere Politiker Israels über den Libanon redeten? Sie machten kein Geheimnis daraus, dass sie die Kinder des Landes töten und die Libanesen aus ihrem Land vertreiben wollten, «weil Gott ihnen angeblich unser Land vererbt haben soll».

Auch der langjährige Direktor des Büros des UN-Menschenrechtsrates in New York, Graig Mokhiber, rückte kürzlich in einem Interview mit «Declassified UK» die über westliche Medien verbreitete Sicht auf die Hisbollah gerade. Es heisse, sie würden als «iranische Stellvertreter» irgendwie im Auftrag des Iran Chaos verbreiten, das sei «absoluter Unsinn», so Mokhiber.9 In Ländern, die besetzt gewesen seien, unter kolonialer und rassistischer Herrschaft, die systematischen Morden ausgesetzt gewesen seien, hätten sich Widerstandsgruppen entwickelt, die zur Verteidigung zurückgekämpft hätten. «Und das ist ihr Recht gemäss dem internationalen Recht», so Mokhiber. Hisbollah sei eine libanesische Gruppe. Entstanden, stark geworden und heute kämpften sie für den Libanon. «Diese Gruppe gab es gar nicht, als die Besatzung durch Israel begann.» Hisbollah kämpfe nicht für den Iran, sie kämpfe für Libanon.

Verteidigung hat der Libanon bitter nötig. Die libanesische Armee ist zu schwach und ihre Paten – darunter USA, Deutschland, Frankreich – wollen nicht, dass sie gegen Israel kämpfen. Die libanesische Regierung soll mit Israel verhandeln, reden, die Beziehungen «normalisieren». Viele Libanesen sehen sich nicht mehr durch diese Regierung vertreten, während Israel ihre Häuser, Familien und Lebensgrundlagen zerstört.

Um die Situation zu verstehen, sollte man wirklich den israelischen Politikern zuhören. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte zuletzt am Ostersonntag, Israel werde das gesamte libanesische Territorium südlich des Litani-Flusses besetzen. Man werde sämtliche Dörfer in dem Gebiet entlang der Grenze nach Nord-Israel «total einebnen», so Katz. Vorbild seien Rafah und Beit Hanoun in Gaza. Das Gebiet werde eine «Pufferzone» und kein Libanese dürfe in diesen Teil des Libanon zurückkehren.10 Davon betroffen wären mehr als 600 000 Menschen, die Israel seit Anfang März mit knapp 400 Angriffen vor sich hergejagt und vertrieben hat.11

Angegriffen werde «Infrastruktur der Terror-Organisation Hisbollah», so Katz. Gemeint ist die gesamte Lebensgrundlage der libanesischen Bevölkerung, ihre Kultur, ihre Geschichte, ihr Lebenswerk. Während des Krieges 2024 schändeten israelische Soldaten in dem Dorf Hula zwei Denkmäler, die an das Massaker an bis zu 89 Bewohner im Jahr 1948 erinnerten.12 Eingeweiht worden waren die Denkmäler 2002, nachdem die israelische Armee nach 38 Jahren Besatzung zum Abzug gezwungen worden war.

Die Denkmäler wurden mit Parolen und einem David-Stern beschmiert. «Nur ein toter Schiit ist ein guter Schiit», war auf einem der beiden Denkmäler zu lesen. Die Mehrheit der Bewohner von Hula waren und sind schiitische Muslime, die seit Jahrhunderten dort leben.

Geschichte und religiöse Kultur des Libanon werden von Israel zerstört, wie die aktuellen israelischen Angriffe und die Zerstörungen im Jahr 2024 deutlich machen. Nach dem «Waffenstillstand» im November 2024 konnten Libanesen sehen, was Israel im Südlibanon zerstört hatte. In Trümmern lagen neben Dörfern auch Friedhöfe und historische Grabstätten. Bei der kompletten Sprengung des Dorfes Mhaibib wurde auch ein 2000 Jahre alter Schrein gesprengt, in dem der Prophet Benjamin beerdigt worden sein soll.

Die israelischen Soldaten schämten sich nicht, die Sprengung zu bejubeln und sich dabei per Mobiltelefon zu filmen.13

* Karin Leukefeld hat Ethnologie sowie Islam- und Politikwissenschaften studiert und ist ausgebildete Buchhändlerin. Sie hat Organisations- und Öffentlichkeitsarbeit unter anderem beim Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), bei den Grünen (Bundespartei) und bei der Informationsstelle El Salvador.
Sie war auch Persönliche Mitarbeiterin eines Bundestagsabgeordneten der PDS (Aussenpolitik und Humanitäre Hilfe). Seit 2000 arbeitet sie als freie Korrespondentin im Mittleren Osten für verschiedene deutsche und schweizerische Medien. Sie ist auch Autorin verschiedener Bücher zu ihren Erlebnissen aus den Kriegsgebieten des Nahen und Mittleren Ostens.

Quelle: https://globalbridge.ch/libanon-israel-bombardiert-rettungswagen-kliniken-und-bruecken, 7. April 2026

1 https://www.ohchr.org/en/press-releases/2026/04/lebanon-un-experts-call-international-independent-investigation-israels

2 https://news.un.org/en/story/2026/03/1167222

3 https://www.aa.com.tr/en/europe/france-calls-for-emergency-un-security-council-meeting-after-israeli-attacks-on-peacekeepers/3885638

4 https://news.un.org/en/story/2024/10/1155221

5 https://unifil.unmissions.org/en

6 https://www.youtube.com/watch?v=qwmKrxSDMm0

7 https://www.aljazeera.com/news/2026/4/3/israel-threatens-to-destroy-more-lebanon-bridges-as-crisis-mounts

8 https://www.aljazeera.com/features/2026/4/3/how-israel-is-destroying-healthcare-infrastructure-in-southern-lebanon

9 https://www.instagram.com/reel/DWoFKpUiabN/?igsh=b3FsY3l6ZGk5bTl3

10 https://www.defenddemocracy.press/israeli-dm-says-all-of-south-lebanon-will-be-occupied-villages-leveled-in-accordance-with-gaza/

11 https://www.aljazeera.com/news/2026/3/17/mapping-israeli-attacks-and-the-displacement-of-one-million-in-lebanon

12 https://www.arabnews.com/node/2580284/amp

13 https://www.instagram.com/reel/DBOZNfHo7Zr/

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