Schweiz

Schweizerische Neutralität

Die verbleibenden Herausforderungen nach der Volksabstimmung

von Jean-Daniel Ruch,* ehemaliger Botschafter

(16. Oktober 2026) Im Grunde genommen ist das Ergebnis der Abstimmung vom 27. September nicht besonders wichtig. Die Wurzeln, des an der Glaubwürdigkeit unserer Aussen- und Sicherheitspolitik nagenden Übels, reichen tief. Sie haben einen Namen: Einflüsse aus dem Ausland. Diese sind gut dokumentiert, insbesondere in dem brandneuen Enthüllungsbuch des Deutschschweizer Journalisten Rafaël Lutz.1

F-35-Deal

Zuerst alle angelogen, dann mit Direktorenposten belohnt

Der US-Bomber-Deal wirft immer mehr Fragen auf

von Urs P. Gasche*

(25. September 2026) Wenn hohe Beamte lukrative Posten in der Privatwirtschaft anstreben, sorgen sie dafür, sich beim gewünschten Unternehmen beliebt zu machen.

Ein exemplarischer Fall ist Darko Savic. Bis vor kurzem war er der «Mister Kampfjet» im Eidgenössischen Departement für Verteidigung (VBS). Er war dort Projektleiter des F-35-Beschaffungsprogramms.

Leserbriefe

Volksabstimmung zur «Wahrung der schweizerischen Neutralität» vom 27. September 2026

(21. September 2026) (CH-S) Die realen Inhalte und die Bedeutung der Neutralitätsinitiative für die Schweiz – und für die Welt – zu erklären, war das Anliegen der Verfasser der folgenden drei Leserbriefe. Falschdarstellungen werden zurückgewiesen und richtiggestellt. – Die Leserbriefe wurden in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht.

«Neutralität duldet keine Kompromisse»

von Jacques Baud,* Brüssel

(18. September 2026) (CH-S) Am 29. August 2026 fand auf dem Berner Bundesplatz die nationale Kundgebung «Für Neutralität & Frieden» mit über 1000 Teilnehmern statt. Jacques Baud war einer der elf Referenten an dieser Veranstaltung. Seine Rede wurde live von seinem Wohnort in Brüssel übertragen und konnte auf der Grossleinwand mitverfolgt werden.1

«Grossmächte haben Neutrale nie gerne»

Alt Botschafter Paul Widmer zur aktuellen Situation der Schweiz

(11. September 2026) (Red. Globalbridge) Endlich! Endlich hat auch die «Neue Zürcher Zeitung» einen Beitrag veröffentlicht, in dem wichtige Punkte, die für ein Ja zur Neutralitätsinitiative sprechen, zum Ausdruck kommen.1 Es handelt sich um ein Interview mit alt-Botschafter Paul Widmer. Aus Copyright-Gründen wird hier nicht das vollständige Interview erscheinen, aber wir erlauben uns, daraus einige konkrete Aussagen von Paul Widmer wörtlich zu zitieren.

Neutralität bedeutet Souveränität, Unabhängigkeit, Freiheit

Sie schützt unsere föderale direkte Demokratie

Interview mit Dr. oec. HSG Matthias Buob*

«Zeitgeschehen im Fokus»: Sie sind im Initiativkomitee der Neutralitätsinitiative. Was hat Sie dazu motiviert?

Dr. Matthias Buob: Als liberal denkender und freiheitsliebender Mensch ist es für mich eine Pflicht, für die Neutralitätsinitiative einzustehen. Für mich hat Freiheit mit Unabhängigkeit zu tun. Es bedeutet, eine eigenständige Position einzunehmen, ohne sich voreilig den Doktrinen der einen oder anderen Konfliktpartei anzuschliessen. Man darf positive und negative Kritik äussern in alle Richtungen, und das ist neutral.